Kommunale Wärmeplanung der Gemeinde Ölbronn-Dürrn
Die kommunale Wärmeplanung verfolgt das Ziel, eine nachhaltige und zukunftssichere Wärmeversorgung für Städte und Gemeinden zu entwickeln. Das Projekt Kommunale Wärmeplanung für die Gemeinde Ölbronn-Dürrn wurde gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der Durchführung war die Firma Greenventory GmbH, Freiburg betraut.
Um eine sichere, kostengünstige und klimaneutrale Energieversorgung zu gewährleisten, hat auch unsere Gemeinde freiwillig einen Kommunalen Wärmeplan (KWP) erstellt – ein strategisches Instrument zur Umsetzung der Wärmewende auf lokaler Ebene.
Der Wärmeplan analysiert den aktuellen energetischen Bestand, den zukünftigen Wärmebedarf sowie Potenziale für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Ziel ist ein lokales Szenario als Grundlage für konkrete Maßnahmen. Der KWP soll Planungssicherheit für alle Beteiligten schaffen und priorisiert in diesem Kontext jene Gebiete, in denen der Aufbau von Wärmenetzen besonders sinnvoll erscheint.
Die Bestandsanalyse in Ölbronn-Dürrn zeigt dringenden Handlungsbedarf: Rund 89 Prozent der Wärmeerzeugung basieren derzeit auf fossilen Energieträgern wie Erdgas und Heizöl. Der Wohnsektor, verantwortlich für etwa 74 Prozent der Emissionen, gilt als zentraler Hebel für die Transformation. Energetische Sanierungen, Energieberatung und der Ausbau von Wärmenetzen sollen hier entscheidend zur Reduktion der Emissionen beitragen.
In sogenannten Eignungsgebieten wurden konkrete Potenziale für den Aufbau neuer oder die Erweiterung bestehender Wärmenetze identifiziert. Für diese Gebiete sollen nun Machbarkeitsstudien folgen, um eine Umsetzung vorzubereiten. In Gebieten mit überwiegend Ein- und Zweifamilienhäusern wird hingegen auf dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Photovoltaik und Biomasseheizungen gesetzt. Neben privaten Haushalten soll künftig auch der Nicht-Wohnsektor, insbesondere die örtliche Industrie, stärker in die Wärmewende eingebunden werden.
Tatsache ist: Die Wärmewende gelingt nur durch die intensive Zusammenarbeit lokaler Akteure – von Verwaltung über Wirtschaft bis zu den Bürgerinnen und Bürgern. Gleichzeitig bietet sie die Chance, die lokale Wertschöpfung und Energieunabhängigkeit zu stärken. Die Finanzierung bleibt eine zentrale Herausforderung, doch Förderprogramme für Wärmenetze und die steigende CO₂-Bepreisung fossiler Energien werden die Wirtschaftlichkeit klimafreundlicher Lösungen erhöhen.
Der Kommunale Wärmeplan wurde vom Gemeinderat in seiner Sitzung vom 15. Oktober 2025 mit fünf priorisierten Maßnahmen beschlossen. Die Umsetzung der priorisierten Maßnahmen muss innerhalb der nächsten fünf Jahre beginnen.
Nachfolgend finden Sie den Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Ölbronn-Dürrn zum Download.